GEMEINSAM FÜR EINEN GESUNDEN START

In Deutschland werden ein bis zwei von 1.000 Neugeborenen mit Hörstörungen geboren. Bleiben diese unerkannt und damit unbehandelt, kann dies zu Störungen der Hör- und Sprachentwicklung und damit nachfolgend zu Einschränkungen der geistigen, sozialen, emotionalen, bildungs- und berufsbezogenen Entwicklung führen.

Um Hörstörungen bei Neugeborenen frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig behandeln zu können, wurde 2009 in Deutschland eine Früherkennungsuntersuchung für alle Neugeborenen eingeführt, durch die alle Neugeborenen ein Anrecht auf ein kostenloses Hörscreening haben.

Mehrstufige Zusammenarbeit

Das Neugeborenen-Hörscreening ist ein mehrstufiges Verfahren, bei dem in den ersten Lebenstagen eines Kindes ein Hörscreening in einer Klinik oder einer Untersuchungsstelle durchgeführt wird. Über das Hörscreening Hamburg werden die Untersuchungsergebnisse der Kliniken und der ambulanten Untersuchungsstellen zusammengeführt und ausgewertet. In einem so genannten Trackingverfahren werden die Eltern eines Kindes mit auffälligem Untersuchungsergebnis daran erinnert, ihr Kind in einer Nachuntersuchungsstelle bei einem Pädaudiologen (Facharzt für Sprach-, Stimm-, und kindliche Hörstörung) vorzustellen, um eine Diagnose zu erhalten und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten. Mit der Rückmeldung durch die Nachuntersuchungsstellen wird das Verfahren abgeschlossen.